AKTIONSGEMEINSCHAFT JUS

Nein zu Studiengebühren

 

Soeben wurde bekannt, dass sich die zukünftige Regierung auf die Wiedereinführung von allgemeinen Studiengebühren geeinigt hat.

Wir, die Aktionsgemeinschaft Jus, setzen ein klares Ausrufezeichen gegen die Einführung von Studiengebühren! 

Warum sind wir dagegen?

Ein Blick in die Vergangenheit genügt, um festzustellen, dass Studiengebühren nicht die wahren Probleme im Hochschulsektor lösen. Bereits von 2001 bis 2008 dienten die Gebühren nicht der tatsächlichen Verbesserungen der Qualität unserer Universitäten, sondern lediglich dem Zweck, die weiterführende Ausbildung an einer Hochschule weniger attraktiv zu gestalten. 

Über zwei Drittel der Studierenden arbeitet bereits jetzt, um sich die Weiterbildung auf einer österreichischen Universität leisten zu können. Nur weil allgemeine Studiengebühren fehlen, bedeutet das nicht, dass Studieren gratis ist. Vor allem im Jusstudium kommt es immer wieder vor, dass man für Literatur für lediglich eine Prüfung hunderte Euros ausgibt. Werden Studiengebühren eingeführt, hat dies nicht nur zur Folge, dass Studieninteressierte von Vornherein kein Studium mehr beginnen, sondern auch, dass Studierende ihr Studium abbrechen müssen, weil sie es sich schlichtweg nicht mehr leisten können.

Auch fleißige Studierende, die ihr Studium in Mindeststudienzeit absolvieren, sind von der Einführung der Studiengebühren betroffen – ein zielgerichtetes und vorbildliches Studium darf nicht bestraft werden!

Eines sollte uns klar sein: Die Einführung von Studiengebühren wird an der derzeitigen Situation auf den österreichischen Hochschulen nichts ändern, geschweige denn verbessern. Unsere Beiträge werden – wie 2001 auch – im System hängen bleiben und nicht für eine qualitativ wertvollere Ausbildung sorgen. Die Einführung und Eintreibung von Studiengebühren bedeutet einen gewaltigen, verwaltungstechnischen Mehraufwand. Sie kostet viel, bringt uns Studierenden aber faktisch nichts.

Daher fordern wir euch auf, die Onlinepetition der Fakultätsvertretung Jus „NEIN zu Studiengebühren“ zu unterstützen: http://chn.ge/2AmSIxd

Lasst uns gemeinsam eine starke Stimme gegen die Pläne der künftigen Regierung sein. Solange die von der Regierung versprochenen 2% des BIP nicht in den Hochschulsektor fließen, haben wir Studierende nicht darunter zu leiden! Geld studiert nicht!