AKTIONSGEMEINSCHAFT JUS

Anspruch auf Familienbeihilfe haben Eltern,

  • deren Lebensmittelpunkt sich in Österreich befindet und
  • deren Kind mit ihnen zusammen in einem Haushalt lebt oder für das sie überwiegend Unterhalt leisten, wenn zu keinem Elternteil Haushaltszugehörigkeit besteht.

Dies gilt für:

  1. Österreichische Staatsbürger mit Wohnsitz im Inland
  2. Ausländische Staatsbürger, die sich aufgrund einer Aufenthaltsberechtigung nach dem Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz (§§ 8 f NAG) rechtmäßig in Österreich niedergelassen haben oder denen Asyl gewährt wurde
  3. Ausländische Staatsbürger, die seit mind. 60 Monaten (= fünf Jahre) ihren Lebensmittelpunkt in Österreich haben
  4. Ausländische Staatsbürger, sofern ein zwischenstaatliches Abkommen existiert
  5. Staatenlose und Flüchtlinge im Sinne des Art 1 des Abkommens über die Rechtsstellung der Flüchtlinge
  6. Für verheiratete Studierende besteht nur dann Anspruch auf Familienbeihilfe, wenn die Eltern noch unterhaltspflichtig sind (z.B. wenn der Ehepartner sich selbst noch in Ausbildung befindet)

 

Des Weiteren müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

1. Das Studium muss ernsthaft und zielstrebig verfolgt werden. Das bedeutet einen Nachweis über den Studienerfolg nach dem ersten Jahr von 16 ECTS aus Prüfungen und Wahl- und Pflichtfächern. Danach sind auf Anfrage des Finanzamts lediglich 8 ECTS pro Jahr nachzuweisen. (näheres unter "Anspruchsdauer & Leistungsnachweis")

2. Die Anspruchsdauer darf nicht überschritten werden (Mindeststudienzeit +1 Toleranzsemester, näheres unter "Anspruchsdauer und Leistungsnachweis")

 
3. Die Zuverdienstgrenze darf nicht überschritten werden (ab dem 20. Lebensjahr € 10.000 pro Jahr, näheres unter "Verdienstgrenze")
 
4. Die Altersgrenze von 24 Jahren darf nicht überschritten werden, kann aber in einigen Fällen bis zum vollendeten 25. Lebensjahr ausgedehnt werden.
 
Dies ist nur möglich bei:

  • einer Schwangerschaft vor dem 24. Geburtstag,
  • Präsenz- oder Zivildienst (während der Ableistung besteht kein Anspruch!),
  • freiwillige Hilfstätigkeit bei einem gemeinnützigen Träger der freien Wohlfahrt mit Einsatzstelle im Inland (Dauer: 8-12 Monate),
  • Vorliegen einer erheblichen Behinderung (mind. 50 %)

Siehe auch "Anspruchsdauer & Leistungsnachweis".

5. Das Hauptstudium darf nicht öfter als zwei Mal gewechselt werden- wechselst du ein drittes Mal das Hauptstudium, erlischt der Anspruch für immer. Du musst nicht nur aufpassen, wie oft sondern auch wann du wechselst: wird nach der Zulassungsfrist des dritten Semester gewechselt, ruht der Anspruch für so viele Semester, wie im vorigen Studium studiert wurden).
 
Bsp: Man studiert 3 volle Semester BWL und wechselt dann zu Jus.
--> Der Anspruch ruht für die ersten 3 Semester des Jusstudiums. Im 4. Semester kann erneut ein Antrag gestellt werden. Die Anspruchsdauer verändert sich dadurch jedoch nicht dh. solltest du den 1. Abschnitt nicht spätestens nach 3 Semestern abgeschlossen haben, kannst du erst wieder im 2. Abschnitt um Familienbeihilfe ansuchen!
 
Dazu zählen zB. nicht, der Wechsel in einen neuen Studienplan oder die Aufnahme eines neuen Studiums, wenn das erste abgeschlossen wurde.