AKTIONSGEMEINSCHAFT JUS

Selbsterhalterstipendium

 
Definition und Voraussetzungen

Das Selbsterhalter-Stipendium ist einkommensabhängig, leistungsabhängig und für Studierende vorgesehen, die sich vor dem erstmaligen Bezug einer Studienbeihilfe immerhin vier Jahre mit einem Mindesteinkommen von € 8.580,- (Jahresbruttoeinkommen abzüglich Sozialversicherungsbeitrag) selbst finanziert haben. Das Einkommen der Eltern ist in diesem Falle nicht zu berücksichtigen, jedoch die Einkünfte des Ehepartners. Ansonsten gelten die gleichen Voraussetzungen wie für den Bezug von Studienbeihilfe allgemein.

Als Zeiten des Selbsterhaltes gelten jedenfalls auch Zeiten des Präsenz-, Ausbildungs- oder Zivildienstes bzw. Dienste nach dem Freiwilligengesetz (z.B. ein freiwilliges Sozialjahr). Ebenso Zeiten eines AMS-Bezugs. Außerdem können Waisenpension und Lehrzeiten bei entsprechender Höhe bei der Ermittlung des Selbsterhaltes berücksichtigt werden.

Die höchstmögliche Studienbeihilfe beträgt monatlich höchstens € 801,-. Ab Vollendung des 24. Lebensjahres erhalten alle Studierende einen Erhöhungszuschlag von € 20,- monatlich und ab Vollendung des 27. Lebensjahres einen weiteren monatlichen Erhöhungszuschlag von € 20,-.

Achtung: Das Selbsterhalter-Stipendium kann sich unter bestimmten Voraussetzungen vermindern. Wann das der Fall ist, kann man hier sehen.

Das Studium, für das Studienbeihilfe beantragt wird, muss in der Regel vor Vollendung des 30. Lebensjahres begonnen werden.

Für Selbsterhalter gibt es allerdings eine Ausnahme: Für jedes Jahr, das sie sich länger als vier Jahre selbst erhalten haben, erhöht sich die Altersgrenze um ein Jahr, maximal aber um fünf Jahre. Bei fünfjähriger Berufstätigkeit liegt die Altersgrenze also bei 31 Jahren, bei sechsjähriger Berufstätigkeit bei 32 Jahren und so weiter. Spätestens vor dem  35. Geburtstag muss das Studium aber jedenfalls begonnen werden.

 

Studienerfolg und Leistungsnachweis

Voraussetzung für den Anspruch auf das Selbsterhalter-Stipendium ist, wie bei der Studienbeihilfe u.a. der Nachweis eines günstigen Studienerfolges. Dieser liegt vor, wenn:

  • man als Leistungsnachweis nach dem 2. Semester 30 ECTS-Punkte / 14 Semesterstunden vorweist,
  • die Anspruchsdauer nicht überschritten worden ist (pro Studienabschnitt gibt es ein Toleranzsemester),
  • der erste Studienabschnitt des aktuellen Studiums oder eines Vorstudiums spätestens innerhalb der zweifachen vorgesehenen Studienzeit zuzüglich eines weiteren Semesters absolviert worden ist und (wenn man den ersten Abschnitt also nach spätestens 5 Semestern abgeschlossen hat),
  • das Studium nicht öfter als zweimal und nicht später als nach dem jeweils zweiten Semester gewechselt worden ist.

 

Fristen bei der Antragstellung

Wintersemester: 20. September – 15. Dezember

Sommersemester: 20. Februar – 15. Mai

Anträge innerhalb dieser Fristen wirken zurück auf den Semesterbeginn. Anträge außerhalb der oben genannten Fristen sind erst ab dem Folgemonat wirksam.

Damit ein Antrag als rechtzeitig eingebracht gilt, muss er spätestens am letzten Tag der Frist nachweislich der Post übergeben werden (Datum des Poststempels).

 Die erforderlichen Formulare findest du hier.