AKTIONSGEMEINSCHAFT JUS

Fahrplan

Aufbau und StEOP

Der erste Abschnitt besteht grundsätzlich aus zwei Semestern. Das erste Semester sollte dazu genutzt werden, die StEOP (Studieneingangs- und Orientierungsphase) erfolgreich zu absolvieren.

Die StEOP besteht aus folgenden 2 Teilen:

  • StEOP-Pflichtübung

    • Römisches Sachenrecht oder
    • Rechtsgeschichte

  • StEOP-Prüfung „Einführung in die Rechtswissenschaften und ihre Methoden“

Die StEOP-Pflichtübung und die StEOP-Prüfung können jeweils dreimal wiederholt werden; man hat also vier Antritte. Danach muss das Studium zwangsweise für ein Jahr unterbrochen werden. Nach einem Jahr hat man erneut jeweils vier Versuche, ehe man wieder ein Jahr Pause machen muss. Nach insgesamt 12 Antritten (3*4 Versuche) kann man Jus am Juridicum nicht mehr studieren.

Außerdem kann man vor erfolgreichem Abschluss der kompletten StEOP-Phase keine weiteren Prüfungen machen.

Vorlesungen

Für Vorlesungen muss man sich nicht anmelden. Es herrscht keine Anwesenheitspflicht und es wird keine Note eingetragen. Man bekommt auch keine ECTS Punkte gutgeschrieben.

Anfängerpflichtübungen, Pflichtübungen, Kurse, Seminare, usw.

Für solche Lehrveranstaltungen muss man sich innerhalb der Anmeldefrist (steht im Vorlesungsverzeichnis) anmelden. Anwesenheit ist erforderlich, wobei idR ein zweimaliges unentschuldigtes Fernbleiben erlaubt ist. Eine unentschuldigte Abwesenheit in der ersten Einheit ist jedoch nicht möglich.

Auch eine Abmeldung ist nur bis zu dem im Vorlesungsverzeichnis angegebenen Zeitpunkt möglich. Sollte man dies nicht nutzen, wird man in jedem Fall benotet. ECTS bekommt man nur bei erfolgreichem Abschluss gutgeschrieben.

Prüfungen

Prüfungen erfordern eine eigenständige Anmeldung. Es gibt 3 Prüfungstermine pro Semester (Oktober, November, Jänner / März, April, Juni). Sobald man die Voraussetzungen erfüllt, kann man sich im Univis vormerken lassen und zur Prüfung antreten.

Prüfungen können schriftlich oder mündlich stattfinden. Mündliche Prüfungen sind öffentlich und können von Studenten angehört werden – was auch viel genutzt wird.

StEOP-Pflichtübung

Bei der Pflichtübung steht es jedem Studenten frei, sich für eine Pflichtübung aus Römischem Sachenrecht oder aus Rechtsgeschichte anzumelden.
Zu beachten ist hierbei, dass die Pflichtübung im Vorlesungsverzeichnis mit „als StEOP anrechenbar“  gekennzeichnet sein muss.

Im Zuge des Anmeldeverfahrens muss jeder Student mehrere Parallelveranstaltungen angeben. Das bedeutet, dass man zu einer bestimmten Lehrveranstaltung, die man besuchen möchte, alternative Lehrveranstaltungen mit anderen Professoren und zu anderen Zeitpunkten wählen muss. Diese Parallelveranstaltungen werden dabei nach absteigender Priorität sortiert. Das System versucht dann - anhand der gesetzten Punkte - eine Zuweisung für die erste gewählte Priorität vorzunehmen. Gelingt dies nicht, werden die Punkte für die zweite gewählte Priorität herangezogen usw. 
Unter Umständen kann es passieren, dass es nicht genügend Parallelveranstaltungen der konkret gewählten Übung (römisches Sachenrecht oder Rechtsgeschichte) gibt. In so einem Fall muss der Student die restlichen erforderlichen Parallelveranstaltungen mit Lehrveranstaltungen aus der jeweils anderen Übung „auffüllen“. Sollte man also beispielsweise die Pflichtübung aus Rechtsgeschichte wählen und man erreicht mit alternativen Rechtsgeschichte-Übungen nicht die erforderliche Anzahl der Parallellehrveranstaltungen, muss man statt alternativer Rechtsgeschichte-PÜs Römische Sachenrechts-PÜs heranziehen.

Die StEOP-Pflichtübung dauert in jedem Fall ein ganzes Semester und setzt Anwesenheit voraus (zweimaliges Fehlen ist in der Regel erlaubt, nicht jedoch in der ersten Einheit).

 

Literatur

Einführung in die Rechtswissenschaften

Erforderlich sind die 3 Einführungsskripten (Öffentliches Recht, Privatrecht und Rechtsphilosophie) in aktueller Auflage. Diese kann man im Bundle inklusive Prüfungsvorbereitungsskript etwa im facultas-Shop im EG des Juridicums erwerben.

Römisches Recht

Die Vortragenden gehen nach den aktuellen Auflagen des „Übungsbuch Römisches Sachenrecht“ und "Übungsbuch Römisches Schuldrecht" (Benke, Meissel) vor.
In manchen Fällen sind zudem die Bücher „Casebook Römisches Sachenrecht“ (Gamauf) und "Casebook Römisches Vertragsrecht" (Hausmaninger, Gamauf) erforderlich. Es empfiehlt sich, dafür die Institutsseite im Auge zu behalten oder in der ersten Einheit nachzufragen.

Völker- bzw. Europarecht

Stoffabgrenzung ist hier einerseits das „Völkerrechtsskript“, welches in der Fakultätsvertretung um 11,50 € zu erwerben ist, andererseits die Folien der Einführungsvorlesung ins Völkerrecht. Die Folien sind auf Moodle zu finden, eine Anmeldung zu der Lehrveranstaltung 030477 ist über das Vorlesungsverzeichnis möglich und für den Download erforderlich.

Für Europarecht ist das neue Skript "Einführung in das Europarecht" (Jaeger) prüfungsrelevant.

Rechtsgeschichte

Bei der Pflichtübung aus Rechtsgeschichte gehen die Vortragenden nach der aktuellen Auflage „Rechtsgeschichte“ (Verlag: manual) vor. Bei Prof. Olechowski kann sich alternativ auch mit dem Buch "Einführung in die historischen Grunlagen des Rechts" (Verlag: facultas) vorbereitet werden.

Informationen zu der konkreten Lehrveranstaltung sind auf der Institutsseite zu finden.

Anfängerpflichtübung aus Zivilrecht

Grundsätzlich überlässt es der Vortragende den Studenten, nach welchen Unterlagen sie sich vorbereiten. In den meisten Fällen wird der „P/S/K“ („Bürgerliches Recht“ von Perner, Spitzer, Kodek) ausreichen. Dieser ist ein gut geschriebenes Lehrwerk von ehemaligen Vortragenden des Juridicums.

Informationen zu der konkreten Lehrveranstaltung sind auf der Institutsseite zu finden.

 

sonstige Leistungsnachweise im ersten Abschnitt

freiwillige Lehrveranstaltungen
Vorlesung „Einführung in die Rechtswissenschaften“

Die Vorlesung „Einführung in die Rechtswissenschaften“ läuft über das ganze Semester. In jeder Einheit wird neuer Stoff durchgemacht. In anderen Worten: auch wenn drei Einheiten pro Woche stattfinden, behandeln sie nicht denselben, sondern fortlaufend den Stoff.
Es ist keine Anmeldung erforderlich und damit herrscht auch keine Anwesenheitspflicht. Eine Benotung findet nicht statt und auch ECTS bekommt man für den Besuch nicht gutgeschrieben.

Übung zur Einführung in die Rechtswissenschaften

Passend zur StEOP-Prüfung „Einführung in die Rechtswissenschaften“ kann man eine Übung besuchen. Auch diese Übung geht in der Regel über das ganze Semester. Sie soll dazu dienen, die Studenten auf die Prüfung vorzubereiten. Die Übung ist weniger theoretisch als die Vorlesung: der Stoff wird mittels konkreter Fragen sowie kleinerer Fälle durchgegangen, wie sie auch bei der Prüfung kommen können.
Es gibt insbesondere zwei Sachen zu beachten:
Erstens stellt eine etwaige Stoffabgrenzung während der Übung keine Stoffabgrenzung für die Prüfung statt (bei der StEOP-Prüfung sind idR alle 3 Skripten komplett prüfungsrelevant).
Zweitens kommt es häufig vor, dass (insb.) bei Rechtsphilosophie aufgrund Zeitmangels nicht mehr detailliert eingegangen werden kann. Sollte man daher „nur“ neben der Übung mitlernen, wird man am Schluss noch einen mehr oder weniger großen Teil nicht in der Übung durchgemacht haben.
Eine Anmeldung ist erforderlich, es herrscht Anwesenheitspflicht.

Pflichtübung/Kurs aus Römischen Sachenrecht oder Pflichtübung aus Verfassungs- bzw Privatrechtsgeschichte

Parallel zur StEOP-Pflichtübung kann man noch eine Pflichtübung aus dem jeweiligen anderen Fach besuchen. Es kann mehrere Gründe geben, weshalb sich Studenten dafür entscheiden:

  • Jeder Student muss sowohl eine Prüfung aus Rechtsgeschichte als auch u.a. aus Römischem Sachenrecht (FÜM-I) absolvieren. Also muss man irgendwann den Stoff „sowieso“ lernen.
  • Ein Leistungsnachweis aus dem Römischen Recht ist zwangsweise Teil des Lateinnachweises (siehe unten, „verpflichtende Lehrveranstaltungen“).
  • Durch eine oder sogar zwei Lehrveranstaltungen aus Rechtsgeschichte kann man sich etwas „ersparen“: Besucht der Student eine Pflichtübung aus Verfassungs- oder Privatrechtsgeschichte, so bekommt er statt der Quellenstellen-Frage eine normale Frage.
    Absolviert der Student eine zusätzliche Lehrveranstaltung aus Rechtsgeschichte (Pflichtübung, Seminar, Ringvorlesung, Kurs), so kann er zusätzlich eine der Fragen bei Nichtgefallen gegen eine neue Frage aus demselben Themenbereich tauschen.
Pflichtübung aus Römischem Schuldrecht

Diese Pflichtübung betrifft die Studenten grundsätzlich erst im zweiten Semester. Sie umfasst den zweiten Teil des größten Stoffgebietes (Römisches Recht) bei der FÜM-I.
Der Besuch ist freiwillig. Sollte der Student sich für eine Teilnahme entscheiden, so sind eine Anmeldung und seine Anwesenheit erforderlich. 

Kurs Digestenexegese

Die Digestenexegese stellt einen wichtigen Punkt bei der FÜM-I-Prüfung dar, der alllerdings aus Zeitmangel kaum in den Pflichtübungen aus Sachen- bzw Schuldrecht durchgemacht wird. Viele Studenten entscheiden sich daher dazu, diesen Kurs zu besuchen.

Vorlesung aus Völker- bzw Europarecht und Übung zu Völker- bzw. Europarecht

Zur Vorbereitung auf die FÜM-I kann man Vorlesungen sowie Übungen aus Völker- und Europarecht besuchen. Auch diese laufen über das ganze Semester.

Bzgl. Vorlesungen und Übungen gilt das bereits Gesagte:
Für Vorlesungen muss man sich nicht anmelden, es gibt keine Anwesenheitspflicht und man bekommt weder eine Note eingetragen noch ECTS gutgeschrieben.
(Pflicht)Übungen hingegen erfordern eine Anmeldung, es finden während des Semesters Leistungskontrollen (meist zwei Klausuren) statt, Anwesenheit ist erforderlich und eine Note wird bei Anmeldung eingetragen.

 

verpflichtende Lehrveranstaltungen
Vorlesung+Übung zur Formenlehre und Syntax sowie Kurs aus Rechtsterminologie

Falls du an der Schule nicht die nötigen zehn Semesterwochenstunden Latein in der Oberstufe hattest, musst du Latein jetzt nachholen. Falls du dich dafür entscheidest, dies am Juridicum zu machen, so musst du diese beiden Übungen (Formenlehre und Syntax sowie Rechtsterminologie) besuchen. Weitere Infos findest du unter „Latein“.
Manchmal gibt es die Möglichkeit, diese beiden Übungen als Blocklehrveranstaltung (etwa im September) zu absolvieren.

Anfängerübung zur Falllösung aus Bürgerlichem Recht (AUE Zivilrecht)

Nach geschaffter StEOP-Prüfung muss die Anfängerpflichtübung (AUE) Zivilrecht gemacht werden, denn auch diese ist Voraussetzung, um den ersten Abschnitt abzuschließen. Diese Lehrveranstaltung stellt eine Voraussetzung für die Modulprüfung aus Bürgerlichem Recht sowie Unternehmensrecht dar.

Oft wird diese Übung als Blocklehrveranstaltung - im Rahmen der Winter- bzw. Sommeruni - angeboten.

Anfängerübung zur Falllösung aus Strafrecht (AUE Strafrecht),

Neu im 1. Semester ist die AUE Strafrecht, welche die Grundlagen des strafrechtlichen Subsumierens näherbringen soll. Diese Übung ist eine Voraussetzung für die Modulprüfung aus Strafrecht. 

 

Juristische Recherche (JR) 

Dieser reine Online-Kurs soll das Arbeiten mit juristischen Datenbanken vermitteln und wird die bisherige Juristische Medienkompetenz vollständig ersetzen. 

 

Musterfahrplan

Studienbeginn im Wintersemester
1. Semester
  • Vorlesung „Einführung in die Rechtswissenschaften“
  • StEOP-Pflichtübung (Sachenrecht oder Rechtsgeschichte)
  • Kurs aus Römischem Sachenrecht oder nicht-StEOP-Pflichtübung aus Rechtsgeschichte
  • Latein (falls erforderlich): VO+UE Formenlehre und Syntax / KU Rechtsterminologie
  • AUE Strafrecht
  • Jänner: Prüfung zur Einführung in die Rechtswissenschaften
2. Semester
  • März/April: Prüfung aus Rechtsgeschichte
  • Pflichtübung aus Römischem Schuldrecht
  • Latein (falls erforderlich): VO+UE Formenlehre und Syntax / KU Rechtsterminologie
  • AUE aus Zivilrecht
  • KU Juristische Recherche
  • Juni/Oktober: FÜM-I

 

Studienbeginn im Sommersemester
1. Semester
  • Vorlesung „Einführung in die Rechtswissenschaften“
  • StEOP-Pflichtübung (Sachenrecht oder Rechtsgeschichte)
  • Kurs aus Römischem Sachenrecht oder nicht-STEOP-Pflichtübung aus Rechtsgeschichte
  • Latein (falls erforderlich): VO+UE Formenlehre und Syntax / KU Rechtsterminologie
  • AUE Strafrecht
  • Juni: Prüfung zur Einführung in die Rechtswissenschaften
2. Semester
  • Oktober/November: Prüfung aus Rechtsgeschichte
  • Pflichtübung aus Römischem Schuldrecht
  • Latein (falls erforderlich): VO+UE Formenlehre und Syntax / KU Rechtsterminologie
  • AUE aus Zivilrecht
  • KU Juristische Recherche
  • Jänner/März: FÜM-I