AKTIONSGEMEINSCHAFT JUS

Forderungen für das Doktorat

 

Was wir für Dich erreichen wollen - unsere Themen und Anliegen

Ihr werdet das Team Doktorat vor allem aus der Beratung, sei es persönlich, per E-Mail oder Telefon kennen. Was man meistens nicht sieht, ist die Arbeit im Hintergrund der FVJus. Wir verhandeln mit Professoren und Bibliotheksverwaltung, organisieren Workshops und Kooperationen für Weiterbildungsangebote und manchmal schreiben wir nebenbei noch an unserer eigenen Dissertation.

Viel wurde bereits erreicht, aber wir sind noch lange nicht am Ziel. Es besteht noch einiges an Verbesserungspotential, das wir in den nächsten Jahren heben wollen. Welche Themen wir konkret auf der Agenda haben, könnt Ihr im Folgenden nachlesen:

 

1.   Reduktion der Pflicht-Lehrveranstaltungen

 

Nach Ansicht der Universität ist ein Doktoratsstudium „bei entsprechenden Entbehrungen und dem nötigen Eifer“ mit einer Berufstätigkeit problemlos vereinbar. Wir wissen jedoch, dass dem nicht so ist und in puncto Vereinbarkeit von Studium und Beruf noch viel Luft nach oben besteht. Insgesamt sind im Zuge des Doktoratsstudiums zwingend fünf Lehrveranstaltungen und sechs Semesterwochenstunden an Wahlfächern zu absolvieren, ein im Vergleich zu anderen Doktoratsstudien und insbesondere anderen rechtswissenschaftlichen Fakultäten vergleichsweise hohes Pensum an Pflicht-Lehrveranstaltungen. Zu allem Überdruss zeigt ein Blick in das Vorlesungsverzeichnis, dass Seminare und Wahlfächer in aller Regel unter der Woche und zumeist vormittags oder nachmittags angesetzt werden und nahezu keine Lehrveranstaltungen zu „berufsfreundlichen“ Zeiten (abends, samstags oder in Form von Block-LVs) angeboten werden. Bereits im Erwerbsleben stehenden Doktoratsstudierenden wird das Studium damit unnötig erschwert und kann von einer problemlosen Vereinbarkeit von Studium und Beruf keine Rede sein. Damit Doktoratsambitionen nicht an den Terminvorstellungen unserer Universität scheitern, fordern wir daher die Zahl der Pflicht-Lehrveranstaltungen und insbesondere die Anzahl der Pflicht-Wahlfächer zu reduzieren. Zusätzlich fordern wir die bessere Anerkennbarkeit von außeruniversitären Fortbildungen, wie bspw. von Kursen im Rahmen der Rechtsanwaltsausbildung oder der Grundausbildung beim Bund.

 

2.   Längere BIB-Öffnungszeiten

 

 

Wer kennt das Problem nicht: Man möchte sich abends nach der Arbeit oder am Wochenende einige Stunden Zeit für die Dissertation nehmen, doch zur Recherche benötigt man den Zugang zu den diversen Rechtsdatenbanken bzw. Literatur aus der Bibliothek. Die Bibliothek am Juridicum hat aber entweder nur sehr eingeschränkt (wochentags ein Stockwerk bis 22:00 Uhr) oder gar nicht geöffnet (wie am Wochenende). Dieser Zustand ist angesichts der Lebensrealität des Großteils der Doktoratsstudierenden nicht länger haltbar und muss auch die Bibliothek am Juridicum endlich im 21. Jahrhundert ankommen und sich diesen veränderten Gegebenheiten anpassen. Wir wollen uns daher gezielt für eine Ausweitung der Bibliotheks-Öffnungszeiten einsetzen, um eine bessere Vereinbarkeit von Studium und Beruf zu erreichen. Mit der Bücherrückgabebox in der Aula haben wir als Studienvertretung bereits eine Erleichterung für die Rückgabe von Büchern außerhalb der Bibliotheks-Öffnungszeiten geschaffen, nun gilt es aber, sich für die längst überfällige Ausdehnung der Bibliotheks-Öffnungszeiten einzusetzen.

 

3.   Bessere BIB-Infrastruktur
 

Die Bibliotheken am Juridicum sind für die speziellen Bedürfnisse von Doktoranden nur wenig bis gar nicht geeignet. Das Angebot an verfügbarer Literatur ist sehr eingeschränkt, zudem sind viele Werke in den Untiefen des Juridicum „verschwunden“ oder aufgrund ihrer Situierung in den Instituten (Stichwort: Handbibliotheken) nur schwer zugänglich. Fremdsprachige Fachliteratur ist so gut wie gar nicht vorhanden. Auch das Platzangebot fällt angesichts der Studierendenzahlen viel zu gering aus und fehlt es nach wie vor an doktoratsgerechten Arbeitsplätzen, ausgestattet mit Stromanschluss und ausreichend Arbeitsfläche. Wir fordern daher, die der Bibliothek zur Verfügung gestellten Mittel in ausreichendem Maße aufzustocken, um die Bandbreite der verfügbaren Literatur zu erweitern und zeitgemäße sowie den Bedürfnissen von Doktoranden gerecht werdende Arbeitsplätze zu schaffen.

 

4.   Plagiatscheck


Welche Bedeutung das wissenschaftliche Arbeiten und insbesondere auch das korrekte Zitieren für die Dissertation hat, braucht man einem Doktoranden nicht zu sagen. Nichtsdestotrotz kann es unter Umständen passieren, dass man trotz bester Intentionen im Eifer des Gefechts darauf vergisst, ein Zitat entsprechend zu kennzeichnen. Um solchen Flüchtigkeitsfehlern und damit einem etwaigen Plagiatsvorwurf vorzubeugen, fordern wir, dass die Universität Doktoratsstudierenden einen Plagiatscheck zur Verfügung stellt, mit welchem die Dissertation vor der finalen Abgabe auf etwaige Zitierfehler hin überprüft werden kann. Es finden sich zwar etliche kostenfreie Angebote im Internet, allerdings können diese in puncto Leistungsfähigkeit den Bedürfnissen einer Dissertation nicht gerecht werden und soll die Universität dazu angehalten werden, einen professionellen Plagiatscheck bereitzustellen.

 
 
5.   Österreichweite Exposé-/Dissertationsdatenbank

 

Am Anfang des Doktoratsstudiums steht zumeist die Themensuche, das mitunter schwierigste Unterfangen des Studiums. Hat man eine konkrete Idee, ist es alles andere als leicht, sich einen Überblick zu verschaffen, ob das auserkorene Thema bereits im Rahmen einer Dissertation behandelt wurde oder aktuell Gegenstand einer Dissertation ist. Es bleibt einem nichts anderes übrig, als jeweils auf die Websites der verschiedenen Fakultäten zu surfen und die veröffentlichten Exposés durchzuscrollen sowie diverse Datenbanken zu durchstöbern Die Suchmaschine für approbierte Dissertationen der Universität Wien reicht dabei lediglich in das Jahr 2008 zurück und auch die Dissertations-Datenbank des Österreichischen Bibliothekenverbunds glänzt nicht gerade durch Benutzerfreundlichkeit und treffsichere Ergebnisse. Wir fordern daher eine österreichweite Exposé- und Dissertationsdatenbank, die alle aktuell (österreichweit) veröffentlichten Exposés sowie sämtliche approbierten Dissertationen listet und zielgenaue Suchfunktionen bietet.

 

Ist der erste Schritt geschafft und ein Betreuer wurde gefunden, dann geht es erst richtig los mit dem Doktoratsstudium. Auf dem ganzen Weg bis zur fertigen Dissertation begleiten wir Dich mit Rat und Tat. Wir stehen für Deine Interessen ein und arbeiten mit vollem Einsatz daran, die Bedingungen für Dein Studium zu verbessern. Gib uns Deine Stimme, damit wir den erfolgreichen Kurs der letzten Jahre fortsetzen können.

 

Dein Team Doktorat
 
- Mag. Thomas Mittl
- Mag. Anna Reumann
- Mag. Anamaria Sipos